
Das Pilotprojekt "Karate ab 35 (K35)" wurde im März 1998 unter Federführung von
Edgar Geschwendt
(2. Dan) gestartet und ist nun seit 10 Jahren erfolgreich.
Ziel war es jenen Karate-Interessierten die z.B. aufgrund geringerer sportlicher Vorerfahrungen,
wegen ihres Alters oder auch schlicht, weil sie aufgrund beruflicher und familiärer Belastungen nicht mehr als einen Trainingsabend
pro Woche aufbringen können, ein auf ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnittenes Training zu ermöglichen. Durch Beruf und Familie haben
die meisten älteren Sportler nicht die Zeit mindestens zwei mal wöchentlich zu trainieren wie es im "normalen" Anfängerkurs erwartet wird.
Karate für Jukuren
Das
Trainingskonzept für Jukuren richtet sich an Mitmenschen im fortgeschrittenen Alter, die mit dem Gedanken spielen, doch noch einmal auch im fortgeschrittenen Alter
eine Kampfsportart zu erlernen. KARATE-DO ist hierfür prädestiniert. Die TV-Karate-Abteilung bietet "diesen Weg der Erfahrenen" für Interessierte ab 50 Jahren an.
Das Trainingkonzept ist so zugeschnitten, dass nur an einem Tag der Woche trainiert wird. Das Hauptziel im Training ist der
gesundheitliche Aspekt.
Danach richten sich die Trainingsinhalte, wie z.B. die Gymnastik. Die Atmung, ein signifikanter Teil, wird besonders hervorgehoben und bezieht sich auf alle Techniken.
Die Kata wird als "Atem-Kata" und nicht als kämpferische Kata hervorgehoben. Im gleichen Rhythmus wird auch die Grundschule trainiert.
Durch die Technik bezogene Vielfalt im KARATE-DO wird die Gesundheit gefördert und das
Selbstbewusstsein gestärkt.
Die
körperliche Fitness ist ein weitere Schwerpunkt und basiert auf gezielte Dehnung und Steuerung der Muskulatur, der Koordination, der Konzentration und der Körperhaltung.
Je älter der Mensch wird, desto wichtiger ist der kräfteorientierte Bereich.
Es werden keine spektakulären Falltechniken sowie kraftvolle und feste Tritte durchgeführt. Stattdessen stehen konzentriert ausgeführte, eher langsame Bewegungen im Vordergrund.
Es geht um das Training der Übungen, nicht um einen Leistungsvergleich bzw. Teilnahme an Wettkämpfen. In diesem etwas anderen Ambiente wird Wert darauf gelegt, den Sinn des KARATE-DO,
der WEG der leeren Hand, von seinem Hintergrund her zu verstehen.
Im Zentrum des Trainings steht das
Miteinander unter Gleichaltrigen und jede Menge
Spass - auch außerhalb des Trainings!
Trainer Edgar Geschwendt begann selbst erst mit 41 Jahren den
Karatesport und wusste aus eigener Erfahrung um diese Hemmungen im fortgeschrittenen Alter eine neue Sportart zu erlernen. Den ersten Anfängerkurs hatten 25 Sportler im Herbst 1998 erfolgreich
absolviert. Das zukunftsträchtige Rezept dieses Projektes setzt sich aus
- enormer Motivation
- Zusammenhalt
- Toleranz
- und außergewöhnlicher Kameradschaft
zusammen.
Im Jahr 2003 startete ein neuer Kurs unter der Leitung von
Thomas Hügen (1. Dan)
der seine beruflichen Kenntnisse als Physiotherapeut hervorragend in den Trainingsablauf mit einbringen kann.
Aufgrund dieses Erfolgskonzeptes startete im Herbst 2008 ein weiterer Jukuren-Kurs für Karate-Beginner ab 50 Jahren.
Dies erfolgt ebenfalls unter der Leitung von
Edgar Geschwendt (2. Dan).
Der Begriff "Jukuren" stammt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie "die Erfahrenen", also im Leben und in der Kampfkunst Erfahrene.